Gras und Kräuter für drinnen und draussen

Katzen die nach draussen gehen können, fressen regelmässig Gras und bevorzugen dabei individuell unterschiedliche Grasarten. Auch bei Wohnungskatzen ist Katzengras sehr beliebt. Fast alle Katzen nutzen Gras als Verdauungshilfe, für das Auswürgen von geschlucktem Fell, als Vitaminquelle oder weil es ihnen ein Bedürfnis ist. Es spricht also alles dafür, unseren Katzen einen Zimmer-Minigrasgarten zur Verfügung zu stellen.

Das weiche, etwas breite als Katzengras/Nagergras verkaufte Grün besteht meist aus frisch gekeimtem Weizen. Ebenfalls als Katzengras verkauft wird niedriges Zyperngras, die meisten Katzen lieben es und es hält recht lange. Allerdings haben einige Katzen mit Zyperngras Probleme, weil es ihnen im Rachen hängen/kleben bleibt und sie würgen, erbrechen sich dann mitunter stundenlang bis der Halm irgendwie „weg“ geht – deshalb empfehle ich es nicht. Einige Katzen hat es schon so fies erwischt, dass ihnen vom Tierarzt der steckengebliebene Grashalm aus der Nase oder dem Rachen entfernt werden mußte. Weiches Katzengras wie das typische Weizengras ist aus diesen Gründen besser geeignet.

Man kann es selbst ziehen:
keimfähigen Weizen (Bio-Weizen keimt nach meiner Erfahrung gut) eine halbe Stunde in Wasser einweichen, dann auf einem mit Erde gefüllten Blumentopf verteilen und ein wenig mit Erde bedecken, feucht halten und warm und hell stellen.
Das gleiche funktioniert auch mit Mais (z.B. Bio-Popcornmais), allerdings mögen zumindest meine Katzen das Maisgras erst, wenn es sehr lange und schmale Blätter hat, also länger steht.
Auch Hafer ergibt ein gutes Katzengras, die Halme sind nicht so breit wie bei Weizen und zarter in der Textur. Nach mehreren Fehlversuchen mit Hafergetreide, habe ich uns Saathafer bestellt und damit gelingt die Anzucht problemlos. Schwarzhafer ist bei meinen Katzen beliebter als Gelbhafer, aber jedes Hafergras wird dem Weizengras vorgezogen.
Probiert einfach aus, welches Gras eure Katzen bevorzugen.

typisches Katzengras aus dem Laden

 

selbstgezogenes Gras aus Hafer

 

schon sehr „altes“ Maisgras

 

Sehr beliebt im Garten, auf dem Balkon oder im Winter als getrocknete Ernte sind Katzenminze und Katzengamander. Beides ist erhältlich in Stauden- oder Kräutergärtnereien, online z.B. bei Rühlemanns.
Katzenminze gibt es in vielen Sorten und Varietäten, nach meiner Erfahrung und den langjährigen Tests von meinen und allen Nachbarkatzen ist die hohe Katzenminze (Nepeta cataria, weißblühend und sehr hoch wachsend) der Favorit, sie duftet wohl am intensivsten. Katzenminze ist mehrjährig, übersteht zwar nicht immer den Winter, läßt sich aber problemlos jedes Jahr aus Saat selbst ziehen. Bei uns hat sich die Kübelhaltung bewährt, im Garten überleben die Pflanzen intensive Katzennutzung meist nicht lang.
Katzengamander ist zwar nicht so bekannt, jedoch bei Katzen der Hit. Die Pflanze wächst langsam, doch erst recht verholzte und sogar abgestorbene Zweige werden von den Katzen innigst geliebt.

hier Vicky inmitten eines Kübelsortiments – zuviel gibt es nicht

 

Baldrian ist auch sehr interessant für viele Katzen. Er läßt sich in feuchteren Gartenecken gut ziehen, ich ernte überzählige Exemplare nach dem Abblühen durch Rausziehen der kompletten Staude, die Katzen bekommen die Wurzel.

Bonny mit frisch geernteter Baldrianwurzel – grad entdeckt


Meine!